Jagdbekleidung aus Traditionelle Materialien – hilfreiche Information

Bei vielen Dingen des täglichen Gebrauchs blieb die Entwicklung nicht stehen. Ganz im Gegenteil: Neue Materialien, neue Fertigungstechniken und Verbesserungen der Funktionalität waren die Zeichen in den letzten Jahrzehnten. Auch bei der Jagdkleidung blieb die Zeit nicht stehen, mehr denn je werden die Jäger mit neuer Funktionskleidung überflutet. Die Jäger werden immer mehr mit neuen Namen für hochwertige Hight-tech-Stoffe oder Membranen bei der Jagdkleidung konfrontiert. Die Neuentwicklungen schreiten in riesigen Schritten voran. Was heute noch als das Non-plus-Ultra gilt, kann morgen schon überholt sein. Sicherlich gibt es heute eine Vielfalt an Jagdkleidung wie nie zuvor. Auch die Funktionalität ist kaum mehr zu überbieten. Neben Allroundkleidung gibt es natürlich Spezialkleidung für ganz besondere Anforderungen, etwa der Jagd in extremer Kälte, bei starkem Regen oder körperlich sehr anstrengenden Jagden.

Traditionelle Materialien
Ein traditionelles Material für die Jagd in der nördlichen Hemisphäre ist Wolle in ihren verschiedenen Verarbeitungsstufen. Im warmen Sommer ist bestimmt robuste Baumwollkleidung in Mitteleuropa ideal. Fest gewebt hat man recht reißfeste und unempfindliche Kleidung. Sie gibt gewissen Windschutz, wärmt ausreichend in den sommerlichen Morgenstunden und ist auch bei Hitze angenehm zu tragen sowie ausreichend atmungsaktiv. Ein Feuchtigkeitstransport findet nicht statt, sie klebt auf der Haut. In Herbst, Winter und Frühjahr ist die Schafwolle ein beliebter Stoff für Jagdkleidung, Wollhemden wärmen ausgezeichnet.

Sehr robuste Kleidung von Fjäll Räven

Sie können natürlich Feuchtigkeit speichern. Lodenhosen und -jacken in den verschiedensten Ausführungen sind seit langem traditionelle Jagdkleidung in Mitteleuropa. Gute Lodenkleidung, evtl. noch oberflächenimprägniert, hält den Körper auch an einem Regen-tag trocken. Sie schützt ausreichend vor Wind. Bei großer Kälte kann man sie noch weiter isolieren, etwa traditionell mit Pelz, aber auch mit künstlichen Mikrohohlfasern wie Thinsulate. Heute heißt das Schlagwort „Mehrschichtsysteme”. Das heißt, es werden mehrere Stoffe miteinander verbunden. Diese ergänzen sich in ihren Eigenschaften und Wirkungen. Auch Laminatverbunde kommen vielfältig zum Einsatz. So wird die Isolation von Lodenhosen und -jacken vielfältig mit dem Isolierstoff Thinsulate verbessert und als Wasser- sowie Windschutz kommt eine atmungsaktive Membrane wie Gore-tex oder Sympatex zum Einsatz. Sicherlich ist Woll- und Lodenkleidung (gewalkte Wolle) ein traditioneller Jagdstoff. Ein langer Lodenmantel schützt gut vor eisiger Kälte, aber auch gut vor Regen und Wind. Wollpullover wärmen ausgezeichnet. Für den Sommer empfehle ich leichte Pullover aus Lambswool und für den Herbst sowie Winter dicke Pullover aus Schurwolle.

Letztere sollten weit über das Gesäß reichen. Im Winter ist ein „Rund-kragen” dem V-Ausschnitt vorzuziehen, ideal ist ein hochschlagbarer Kragen an Wollpullover oder -weste. Leider hat die Wollkleidung auch gravierende Nachteile. Erst einmal richtig voll Nässe gesogen, ist das Kleidungsstück ausgesprochen schwer und braucht auch lange zum Trocknen. Das gilt übrigens auch für Körperschweiß bei Wollhemden. Beim Aufstieg im Gebirge sollte man deshalb möglichst keine dicke Jacke über den Wollhemden tragen. Sie gehört in den Rucksack. Ferner tragen viele Woll- und Lodensachen recht auf. Sie sind kräftig und dick. Das kann beim gewohnten oder schnellen Anschlag stören. Richtig eingesetzt und zum richtigen Wetter getragen, ist Wolle aber auch heute noch eines der besten Materialien für Jagd-kleidung in der nördlichen Hemisphäre.

Traditionelle Lodenkleidung: warm und geräuschlos, aber schwer und langsam trocknend

Leder ist ein weiteres traditionelles Jagdbekleidungs-material. Man kennt leichte Lederjacken für die Jagd im Sommer, aber auch dick gefütterte (teils mit Pelzfutter) Lederjacken und -mäntel für die Herbst- und Winterjagd. Mehr als Lederjacken sind aber Lederhosen für die Jagd beliebt. Ich schätze meine Laksen Stiefelhose aus hochfestem, warmem Büffelleder mit herausknöpfbarem Innenfutter. Sie ist recht wasserfest und sehr bequem. Neben Büffelleder ist Elchleder zu empfehlen. Leder ist sehr klimaausgleichend. Es wärmt bei Kälte im Herbst noch recht gut und ist an warmen Tagen nicht zu warm. Zudem ist Leder sehr robust und schützt die Haut auch vor Dornen. Leder ist aber sehr schwer, nicht wasserdicht und auch nicht sehr geschmeidig sowie elastisch, außerdem recht dick. Ziegenleder wird oft als Beinschutz eingesetzt für das Durchdringen von nassem oder dornenreichem Gestrüpp.

Daunen sind mit ihrem hohen Wirkungsgrad das weitaus leichteste Isoliermaterial und bestens für extreme Kälte geeignet. Sie sind aber gegenüber Wasser und Wasserdampf extrem empfindlich. Feuchtigkeit macht die Isolierfähigkeit schnell zunichte. Deshalb sollte man die Daunen bestens vor Feuchtigkeit schützen. Daunenkleidung ist auftragend aber sehr leicht. Eine gute Wahl bei extremer Kälte.

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