Jagdbekleidung für Safari in Afrika, Jagd in der Arktis und Unterbekleidung Teil 2

Jagdbekleidung für Safari in Afrika, Jagd in der Arktis und Unterbekleidung Teil 1

Fleece ist dagegen ein idealer Stoff für Oberbekleidung (Hemd, Weste).

Wer mit warmer sowie funktioneller Expeditions oder Bergsteigerkleidung ausgerüstet ist, kann Polartec Power Dry-Unterwäsche tragen, eine extrem leichte Unterwäsche aus 100% Polyester. Ein zweilagiges Interlock-Gewebe sorgt dafür, dass sie sich nicht mit Nässe voll saugen kann. Es wird sehr gut Feuchtigkeit von der Haut genommen und nach außen transportiert. Durch künstliche Vergrößerung der Oberseite wird der Schweiß auf der Oberfläche großflächig verteilt. Ich trug solch eine Unterwäsche mit Erfolg in der Arktis. Sehr warm und bestens für Ansitz sowie Pirschgänge bei großer Kälte hat sich bei mir Unterwäsche von Zub- zero bewährt. Sie hält die Haut ebenfalls sehr trocken. Das Material besteht aus Tactel (100% Polyamide/Nylon). Eine sehr warme Unterwäsche für wirklich tiefe Temperaturen. Als Allroundunterwäsche vom Winteransitz bis zur Gebirgsjagd habe ich noch Thermolite Unterwäsche von Chevalier kennen gelernt. Eine sehr hochwertige Unterwäsche, die die Haut auch beim Schwitzen trocken hält und für Wohlbefinden sorgt. Thermolite von DuPont besteht aus synthetischen, luftgefüllten Röhrchen. Diese werden zu Fäden versponnen. Die hohlen Röhrchen transportieren Feuchtigkeit ab. Thermolite ist sehr warm.

Neu ist die aktive Unterwäsche von Blaser. Sie besteht aus der Kunstfaser EKS. Bei der Schnelltrocknung wandelt das Material die Verdunstung in Wärme um. So kommt es nicht zu dem bekannten Frösteln, da während der Verdunstung und Trocknung in der Ruhephase des Körpers Wärme erzeugt wird. Eine Allroundunterwäsche von Berg-, über Drück- bis hin zur Ansitzjagd in Herbst und Winter. EKS absorbiert Feuchtigkeit, nimmt sie von der Haut und wandelt sie in Wärme um, ehe sie nach außen verdampft. Ich trug die Blaser Unterwäsche bei Gebirgsjagden in den Alpen und den Rocky Mountains sowie im heimischen Revier. Es ist die beste Unterwäsche gewesen, die ich jemals benutzte. Sie trocknet extrem schnell auf der Haut und hält die Haut sehr trocken.

Eine Unterwäsche, wie man sie sich nur wünscht. Das gilt für den Ansitz, aber vielmehr auch für extrem anstrengende Jagden.

Im Allgemeinen schafft es bei großer Anstrengung kein Material, die gesamte Feuchtigkeit von der Haut zu nehmen. Bei der Schnelltrocknung wird es immer wieder zum Frösteln kommen. Auch bei der üblichen Microfaser- und Sportunterwäsche. Man tut gut daran, langsam aufzusteigen und möglichst keine windfeste Jagdjacke zu tragen. Besser ist es, Fleeceweste oder gar nur Fleecehemd zu tragen, wenn man körperlich stark beansprucht wird. Natürlich habe auch ich früher Baumwoll-, Angora- oder Seidenunterwäsche getragen. Sie hat sich nicht besonders bewährt. Die natürlichen Materialien nehmen viel Feuchtigkeit auf, trocknen aber extrem schlecht. Dadurch kommt es über eine viel längere Dauer zum Frieren. Sehr bewährte Allroundunterwäsche sowie etwas dickere, mehr isolierende Unterwäsche für den Ansitz gibt es neben den bereits genannten Herstellern unter anderem von folgenden Herstellern: Tusker, Toresta Therm, Brynil, Odlo, Berger, Wullfrotte, Helly Hansen, Termo, Craft, Marmot, Mammut, Columbia, Vaude oder ATS.

Strümpfe
So wie bei der Unterwäsche geht der Trend auch bei den Strümpfen immer mehr zum Materialmix hin. Reine Wollstrümpfe haben nahezu ausgedient. Zwar sind Wollstrümpfe recht warm. Auch kann Wolle Feuchtigkeit speichern. Besser für trockene Füße (wichtig für warme Füße) hat sich ein Materialmix aus Kunstfaser und Wolle erwiesen. Sie können in gewissem Rahmen Feuchtigkeit speichern und leiten die Feuchtigkeit vom Fuß weg. Je nach körperlicher Anstrengung und Außentemperatur sollte man die Socken auswählen.

Blaser-Unterwäsche aus EKS-Kunstfaser

So gibt es beispielsweise von Coolmax die Socken für wärmere Temperaturen und/oder anstrengende Pirsch. Diese Socken sind an Zehen und Ferse mit Plüschpolster verstärkt, was Blasenbildung größtmöglich verhindert. Lycra-Rippen verhindern eine Faltenbildung. Der Fuß bleibt auch bei großer Anstrengung trocken. Die Socken bestehen aus speziellen Fasern von DuPont (83% Coolmax, 15% Polyamid und 2% Elastan).

Die dickeren Coolmax-Socken bestehen aus 70% Wolle und 30% Nylon. Sie sind für tiefe Temperaturen geeignet. Socken sollen zwar den Fuß wärmen, doch in erster Linie müssen sie ihn trocken halten. Mit feuchten Füßen friert man ganz sicher. Für die Isolierung ist der Schuh verantwortlich. Was er nicht leistet, können Socken gewiss nicht wett machen. Socken sollten gut und stramm am Fuß sitzen. Sie müssen leicht elastisch sein. Sehr gute, formstabile Socken gibt es zahlreiche. Sie bestehen meist aus Materialien, die Feuchtigkeit vom Fuß nehmen. Solche Socken gibt es beispielsweise auch von Haix, Herkula, Falke, Meindl oder Laksen.

Resümee
Wichtig bei kalten Temperaturen ist eine trocken Flaut. Es sollte bei der Unterbekleidung mehr auf die Trockenhaltefähigkeit Augenmerk gelegt werden als auf hohe Isolation. Es gibt universell ersetzbare Unterwäsche aus Mischgewebe und besonders aus dem Material Polypropylen. Man sollte die Art der Unterwäsche auf die Jagdart und hier auf die Bewegung des Körpers abstimmen.

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