Umgang mit Waffen und Munition – Das Waffengesetz Teil 1

Umgang mit Waffen und Munition – Das Waffengesetz Teil 1
§ 4 WaffG
Voraussetzungen für eine Erlaubnis
17 Welche Voraussetzungen müssen für eine Erlaubnis zum Umgang mit Waffen grundsätzlich gegeben sein?

Der Antragsteller muss
1. 18 Jahre alt sein
2. die erforderliche Zuverlässigkeit und persönliche Eignung besitzen
3. die Sachkunde nachgewiesen haben
4. ein Bedürfnis besitzen
5. den Abschluss einer entsprechenden Versicherung zur Abdeckung von Personen- und Sachschäden nachweisen.

§ 5 WaffG Zuverlässigkeit
18 Wann kann die zuständige Behörde die persönliche Zuverlässigkeit in Frage stellen?
Der Gesetzgeber stellt hier eine Negativliste auf. Die persönliche Zuverlässigkeit fehlt u.a., wenn eine Person
– wegen eines Verbrechens oder einer Straftat zu einer Freiheitsstrafe von mindestens einem Jahr verurteilt wurde.
– Waffen oder Munition missbräuchlich oder leichtfertig verwendet.
– mit Waffen oder Munition nicht vorsichtig oder sachgemäß umgeht oder diese Gegenstände nicht sorgfältig verwahrt.
– Waffen oder Munition an Personen überlässt, die dafür nicht berechtigt sind.

§ 6 WaffG Persönliche Eignung
19 Welche Voraussetzungen führen zum Verlust der persönlichen Eignung?
Die persönliche Eignung kann Personen abgesprochen werden, die
– geschäftsunfähig sind.
– Alkohol- oder rauschmittelabhängig, psychisch krank oder debil sind. Personen, die noch nicht das 25. Lebensjahr vollendet haben, benötigen ein amts- oder fachärztliches oder fachpsychologisches Zeugnis über die geistige Eignung.

§ 7 WaffG Sachkunde
20 Wie wird die notwendige Sachkunde nachgewiesen?
Die Sachkunde ist zu erbringen im Rahmen einer Eignungsprüfung vor der dafür bestimmten Stelle. Die zum WaffG gehörende AWaffV führt in den §§ 1-3 hierzu aus, dass im Rahmen dieser Prüfung Kenntnisse nachgewiesen werden müssen, zu den Bereichen
– der zu beachtenden Rechtsvorschriften,
– der Funktionsweise, Innen- und Außenballistik. Reich- und Wirkungsweise von Geschossen, Funktions- und Wirkungsweise von sonst, verbotenen Waffen
– sichere Handhabung von Waffen und Munition incl. ausreichende Fertigkeiten im Schießen
21 Wie kann die Sachkunde auch nachgewiesen werden?
Insbesondere kann die Sachkunde u.a. auch nachgewiesen werden, wenn der Antragsteller die Jägerprüfung oder eine gleichgestellte Prüfung bestanden hat oder er durch eine Bescheinigung des Ausbildungsleiters nachweist, dass er an einem Lehrgang zur Jägerprüfung teilgenommen hat.

§ 8 WaffG Persönliches Bedürfnis
22 Wie kann das persönliche Bedürfnis zur Erteilung einer Erlaubnis im Allgemeinen nachgewiesen werden?
Der Nachweis kann bei persönlichem oder wirtschaftlichem Interesse von Jägern, Sport- und Brauchtumsschützen, Waffen- und Munitionssammlern und – sachverständigen, Waffenherstellern oder -Händlern oder gefährdeten Personen erbracht werden, wenn sie glaubhaft machen, dass die entsprechenden Waffen für den jeweiligen Zweck geeignet oder erforderlich sind.

23 Wann ist der Nachweis eines Bedürfnisses als eine für die Waffen- und Munitionserlaubnis erforderliche Voraussetzung gegeben?
Wenn gegenüber den Belangen der öffentlichen Sicherheit und Ordnung
– besonders anzuerkennende persönliche oder wirtschaftliche Interessen, vor allem als Jäger, Sportschütze, Brauchtumsschütze, Waffen- oder Munitionssammler, Waffen- oder Munitionssachverständiger, gefährdete Person, als Waffenhersteller oder -Händler oder als Bewachungsunternehmer, und
– die Geeignetheit und Erforderlichkeit der Waffen und/oder Munition für den beantragten Zweck
glaubhaft gemacht sind (§ 8 Abs. 1 WaffG).

24 Wann liegt bei einem Jäger ein Bedürfnis vor?
Insbesondere dann, wenn er Inhaber eines gültigen Jagdscheines ist.
5 9 WaffG Inhaltliche Beschränkung
25 Wann und in welcher Weise kommt eine Befristung der Waffenbesitzkarte in Betracht?
Die Befristung der Waffenbesitzkarte kann in Form einer Auflage (§ 28 Abs. 1, S. 5 WaffG) zur Abwehr von Gefahren für die öffentliche Sicherheit auferlegt werden.

Umgang mit Waffen und Munition – Das Waffengesetz Teil 2

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